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IRO Control Center Karte

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Ecke oben rechtsName und VornameMädchennameRecord DestroyedDead FileC.C. IROCert issuedGeburtsdatum und Nationalität23 Sep 1949 within the mandat … ResettlementCM/1 Form … 24.1.1950MappeLeft for Australia Leeres Rechteck

Nachdem die IRO im Juli 1947 ihr Unterstützungsprogramm für DPs begonnen hatte, prüften IRO-Mitarbeiter*innen mit CM/1-Formularen, ob die Antragsteller*innen berechtigt (eligible) waren. Nur dann wurden sie als DPs anerkannt und versorgt. Diese Prüfung fand in Control Centern (CC) statt. Die dort verwendeten Karteikarten haben sich teilweise in den Arolsen Archives erhalten. Es ist aber leider nicht mehr bekannt, ob die Karten jeweils aus einem speziellen Control Center stammen. Auf jeden Fall ermöglichen die zahlreichen Stempel und Vermerke es aber, die Wege der DPs nachzuvollziehen.
Es gibt verschiedene Varianten dieser Karte, unter anderem eine englischsprachige. Die Karten ähneln sich aber sehr. Man erkennt sie am besten an den Aufdrucken Mappe, Korrespondenz oder list (Liste) in den letzten beiden Zeilen.

Nachdem die IRO im Juli 1947 ihr Unterstützungsprogramm für DPs begonnen hatte, prüften IRO-Mitarbeiter*innen mit CM/1-Formularen, ob die Antragsteller*innen berechtigt (eligible) waren. Nur dann wurden sie als DPs anerkannt und versorgt. Diese Prüfung fand in Control Centern (CC) statt. Die dort verwendeten Karteikarten haben sich teilweise in den Arolsen Archives erhalten. Es ist aber leider nicht mehr bekannt, ob die Karten jeweils aus einem speziellen Control Center stammen. Auf jeden Fall ermöglichen die zahlreichen Stempel und Vermerke es aber, die Wege der DPs nachzuvollziehen.
Es gibt verschiedene Varianten dieser Karte, unter anderem eine englischsprachige. Die Karten ähneln sich aber sehr. Man erkennt sie am besten an den Aufdrucken Mappe, Korrespondenz oder list (Liste) in den letzten beiden Zeilen.

Hintergrundinformationen zu DP-Dokumenten

Weitere Beispiele

Fragen und Antworten

  • Wo wurde das Dokument eingesetzt und wer hat es erstellt?

    Im Juli 1947 übernahm die IRO die Versorgung der Displaced Persons (DPs), die sich noch in Deutschland, Österreich und Italien aufhielten. Damit aber nur diejenigen im Alltag und bei der Emigration unterstützt wurden, die auch wirklich nach den IRO-Vorgaben als DPs galten, führten sie eine umfassende Überprüfung durch. Antragsteller*innen füllten dafür CM/1-Formulare aus, auf deren Grundlage IRO-Mitarbeiter*innen sie interviewten. In den IRO Control Centern liefen die Informationen zusammen. Zur Verwaltung nutzten die dortigen eligibility officers spezielle Karteikarten, die heute teilweise in den Arolsen Archives erhalten geblieben sind.

    Die bisher untersuchten Karten haben alle eine Verbindung zu Bayern. Neben den DP-Camps in Pasing, Wildflecken oder Ingolstadt werden auch oft die Area Teams München, Regensburg oder Würzburg auf ihnen genannt. Es ist daher zu vermuten, dass die Karten in einem Control Center der US-amerikanischen Besatzungszone geführt wurden. Dass es aber auf jeden Fall ein Dokument der IRO ist, zeigen drei Dinge: erstens das Kürzel C.C.IRO (Control Center IRO) und zweitens die auf den Karten genannten Daten, die alle aus dem Zeitraum stammen, in dem die IRO für die Unterstützung der DPs zuständig war. Drittens spricht die Tatsache dafür, dass sich alle Informationen auf das Care and Maintenance Programm der IRO und auf die Emigration der DPs beziehen.

  • Wann wurde das Dokument verwendet?

    Die Datumsangaben und Stempel auf den Karten decken sich mit der Zeit, in der die IRO für die Versorgung der DPs verantwortlich war: Juli 1947 bis Dezember 1951. In diesem Zeitraum nutzten IRO-Mitarbeiter*innen die Karten in den Control Centern. Wann die Karten nach der Auflösung der IRO zum ITS kamen, lässt sich hingegen nicht genau sagen. Das auf die Rückseiten gestempelte Einlegedatum in die Nachkriegszeitkartei zeigt aber, seit wann ITS-Mitarbeiter*innen die Karten für Suchanfragen nutzten. Die bisher untersuchten Karten tragen hauptsächlich einen Stempel aus den Jahren 1970 bis 1973. Teile der Kartei sortierten ITS-Mitarbeiter*innen allerdings auch schon in den späten 1960er Jahren in die Zentrale Namenkartei (ZNK) ein. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits alle Karten in Arolsen waren und sie erst nach und nach einsortiert wurden, ließ sich allerdings bisher nicht klären.

  • Wofür wurde das Dokument genutzt?

    Wofür die IRO-Mitarbeiter*innen der Control Center die Karten genau benutzten, ist heute leider nicht mehr bekannt. Es deutet aber viel darauf hin, dass es Hinweiskarten sind, mit denen sie auf Briefe, Formulare und andere Dokumente verwiesen, die sie in einer Mappe zu den jeweiligen Antragsteller*innen sammelten. Sie vermerkten dafür auf den Karten, wann sie Dokumente wie den CM/1-Antrag weitergaben oder von wem sie diesen erhalten hatten. Genau notierten sie auch, wann ein DP emigrierte. Hierfür gaben sie das Datum, das Zielland und die Camps an, in denen die DPs die letzten Formalitäten vor der Ausreise erledigten. Zudem stempelten die IRO-Mitarbeiter*innen die Karte am Ende, wenn die Akte – file oder record im Englischen – nach der erfolgreichen Emigration aufgelöst wurde.

  • Wie häufig ist das Dokument?

    Die Karten müssen in den Control Centern der IRO häufig vorgekommen sein. Theoretisch könnte es zu jedem CM/1-Antrag eine solche Karte gegeben haben. Allein in den Arolsen Archives sind dabei die CM/1-Anträge von ca. 350.000 Antragsteller*innen überliefert.

    Wie viele IRO Control Center Karten aber genau bei den Arolsen Archives in der insgesamt 50 Millionen Kärtchen umfassenden Zentralen Namenkartei (ZNK) und der Nachkriegszeitkartei mit ihren ca. 3,5 Millionen Dokumenten erhalten geblieben sind, ist nicht bekannt. Den einzigen Hinweis auf die Häufigkeit des Dokuments gibt eine Angabe auf einer Karte: Diese weist nach, dass im Sommer 1947 insgesamt 30.000 Exemplare gedruckt wurden. Da die zahlreichen Karten ohne Aufdruck hierbei noch nicht mitgezählt sind, muss die tatsächliche Zahl aber deutlich höher liegen.

  • Was ist bei diesem Dokument zu bedenken?

    Die Karten der IRO Control Center entstanden im Kontext des Care and Maintenance Programms der IRO. Zu diesem liegen in den Arolsen Archives zahlreiche Dokumente vor, die entweder die Antragsteller*innen selbst ausfüllten oder die IRO-Mitarbeiter*innen erstellten. Daher ist es immer sinnvoll, noch einmal zu prüfen, ob weitere Dokumente zu der Person erhalten geblieben sind.

    Falls Sie zusätzliche Informationen zu diesen Karten haben, freuen wir uns über Informationen unter eguide(at)arolsen-archives.org. Neue Erkenntnisse können jederzeit in den e-Guide eingebaut und so allen zugänglich gemacht werden.

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