Drillich ist ein besonders haltbarer Stoff, aus dem die Jacken und Hosen gefertigt waren, die die Häftlinge im Sommer tragen sollten (Sommergarnitur). Der Begriff kann auch allgemein Uniform bedeuten. Bis heute werden KZ-Häftlinge mit der blau-grau gestreiften Uniform in Verbindung gebracht, was ihnen damals den Spitznamen „Zebras“ einbrachte. Allerdings trugen nie alle Häftlinge eine gestreifte Uniform, weil die Bestände nicht ausreichten. Ab November 1942 sollten nur noch Häftlinge, die in öffentlich sichtbaren Außenkommandos eingesetzt waren, mit gestreifter Häftlingskleidung ausgestattet werden. Im Lager selbst trugen die Gefangenen dann vor allem markierte Zivilkleidung, die von verstorbenen Mithäftlingen stammte oder – ab Februar 1943 – von osteuropäischen Häftlingen beschlagnahmt worden war.