Die Ergänzungsbögen wurden vor allem für die Suche nach Verwandten von unaccompanied children genutzt. Gemeint waren damit Kinder, die ohne Eltern oder Verwandte aufgefunden wurden, also unbegleitet (unaccompanied) waren. Die UNRRA- und später IRO-Mitarbeiter*innen füllten die Bögen aber auch für andere Personen aus, die zum Beispiel auf Grund von Krankheiten oder Traumata nicht genau sagen konnten, wer sie waren. Um diese beiden Gruppen zu unterscheiden, sollten UNRRA- und IRO-Mitarbeiter*innen auf den Bögen der Kinder in der oberen Zeile den Hinweis unaccompanied child notieren. Wenn zudem die Identität des Kindes unklar war, wurde der Zusatz unidentified unaccompanied child (nicht identifiziertes unbegleitetes Kind) hinzugefügt. Das konnte der Fall sein bei Kindern, die die Nationalsozialisten – vor allem in Polen – ihren Eltern weggenommen hatten, um sie in Deutschland zur Adoption freizugeben.